Dank 4G schnellere Downloads

Abgelegt unter: Internet |

Dank 4G schnellere Downloads, Foto: © iQoncept - Fotolia.com Momentan ist UMTS noch das höchste der Gefühle. Eine größere Downloadgeschwindigkeit als mit der dritten Generation der Mobilfunkstandards – kurz: 3G – ist momentan noch nicht für Normalsterbliche zu finden. Doch 2011 soll es bereits soweit sein und 4G erblickt das Licht der Welt. Die andere Bezeichnung für diesen Standard lautet LTE, was wiederum für Long Term Evolution steht.

Höher, schneller, weiter

So oder so ähnlich könnte das Motto bei der Entwicklung von 4G gelautet haben. Denn über die augenblicklich verbreiteten Downloadgeschwindigkeiten von 7,2 Megabit pro Sekunde bei UMTS mitsamt HSDPA wird 4G nur lachen können. Die ersten Pilottests dafür liefen Ende 2009 in einigen skandinavischen Großstädten an. Oslo, Stockholm & Co. haben sich zusammen mit TeliaSonera, einem der größten Mobilfunkbetreiber des kalten Nordens, zusammengeschlossen, um ein erstes LTE-Netz aufzubauen. Die Geschwindigkeit belief sich dabei auf 100 Megabit pro Sekunde – gut das Fünfzehnfache dessen, was eine aktuelle UMTS-Verbindung leisten kann. In der Zukunft soll die Geschwindigkeit von 4G außerdem natürlich eher gesteigert als gedrosselt werden.



Die verständliche Reaktion auf diesen enormen Zuwachs der Downloadraten ist oft zuerst: Wer braucht so etwas? Aber das Angebot wird auch hier den Bedarf regeln. Wenn Webseitenbetreiber und Mobilfunkhersteller davon ausgehen können, dass ein Großteil ihrer Benutzer über ein 4G-fähiges Handy verfügt, können die Ersteller von Inhalten sich wesentliche größere Freiräume bei der Gestaltung ihrer „Waren“ nehmen. Warum ein Video in niedriger Auflösung anbieten, wenn sowieso jeder über eine rasend schnelle 4G-Verbindung verfügt?

Andauernder Ausbau

Auch die Mobilfunkbetreiber haben die Zeichen der Zeit scheinbar erkannt und arbeiten bereits mit Hochdruck am Aufbau entsprechender 4G-Netzwerke. Vodafone beispielsweise will ab September mit dem Ausbau beginnen. Zu Beginn sollen den Nutzern dann Datenraten von drei Megabit pro Sekunde bereitstehen. Was zuerst nach wenig klingt, macht Sinn, wenn man sich die Umstände genauer ansieht. Denn diese Geschwindigkeit will Vodafone nach Möglichkeit Gebieten zuweisen, die momentan noch als weiße Flecken – also Gebiete ohne Breitbandinternet – die deutsche Landkarte bedecken.

Keine Festlegung der Betreiber

In Ballungsgebieten sind momentan Geschwindigkeiten von 25 bis 50 Megabit pro Sekunde im Gespräch. Festgelegt hat sich noch keiner der Betreiber, was auch daran liegt, dass die Pilottests in Deutschland noch nicht abgeschlossen sind. Allen voran werden Vodafone, O2 und die Deutsche Telekom wohl zur Jahresmitte 2011 4G-Tarife anbieten.
Da die 4G-Frequenzen zu einem Preis versteigert wurden, der nicht einmal annähernd an die horrenden Kosten der UMTS-Frequenzen vor etwa einem Jahrzehnt heranreicht, dürften auch die ersten Tarife nicht mit einem allzu großen Aufschlag gegenüber UMTS Deutschland erreichen.

Interessante Artikel:

Einen Kommentar hinterlassen

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>