HTC erobert den Handymarkt

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HTC erobert den Handymarkt, Foto: © HTC Die High Tech Computer Corporation ist den meisten Menschen wahrscheinlich eher unter ihrer Abkürzung HTC bekannt. Der Mobiltelefonhersteller, der einer der jüngsten Mitspieler auf dem Markt überhaupt ist, hat es binnen kürzester Zeit geschafft, zu einem der größten und gefragtesten Unternehmen überhaupt aufzusteigen.

Ein wenig Geschichte

Gegründet würde das Unternehmen erst 1997. Zu Beginn hatte man sich besonders auf Auftragsarbeiten spezialisiert. Später war man Microsoft dabei behilflich, Windows Mobile zu designen, was zu einem explosionsartigen Umsatzanstieg führte. Im Jahr 2005 konnte man einen 102%igen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr verzeichnen, was HTC die Ehre einbrachte, der am schnellsten wachsende Konzern aus dem Technologiesektor dieses Jahres gewesen zu sein. Zwei Jahre später trat HTC der Open Handset Alliance bei, um Google beim Design des Android-Betriebssystems behilflich zu sein.

Die Produkte

Inzwischen ist HTC weltweit für über 70% der verkauften Smartphones auf Windows Mobile-Basis verantwortlich. Besonders im Jahr 2009 und 2010 ist jedoch ein Umschwung auf Googles Android zu verzeichnen gewesen, insbesondere im High-End-Segment. Es gibt mittlerweile keine Oberklasse-Smartphones von HTC mehr, die nicht auf Android setzen. Außerdem ist die taiwanische Firma einer der Hardware-Pioniere was Smartphones angeht. Kaum ein anderes Unternehmen schafft es, jederzeit die teuerste und beste Hardware in ihren Smartphones unterzubringen. Das führt natürlich zu relativ eindrucksvollen Verkaufspreisen, die die Kunden von HTC jedoch scheinbar gerne für die gebotene Qualität ausgeben.
Mit dem HTC Dream, das hierzulande als T-Mobile G1 vermarktet wurde, konnte HTC das erste Android-Handy überhaupt auf den Markt bringen. Im Januar 2010 stellte Google ihr eigenes Smartphone vor, das Nexus One. Ganz so eigenverantwortlich handelte der Suchmaschinenriese jedoch nicht, denn Google stellte nur das Design zur Verfügung. Die Fertigung des Handys übernimmt bis heute HTC.

Fortgeschrittene Software und ein kleiner Ausblick

HTC verlässt sich nicht auf die Entwickler der Betriebssysteme allein. Um den Kunden gegenüber der Konkurrenz einen Mehrwert bieten zu können, der sich nicht allein auf die Leistungsdaten der Hardware beschränkt, arbeitet ein kleines Studio an der Entwicklung von Software für die hauseigenen Handys. Daraus entsprang unter anderem HTC Sense, eine erweiterte Benutzeroberfläche für Windows Mobile und Android, die den Umgang mit den Handys erleichtern soll. So konnte HTC unter anderem dafür sorgen, dass das etwas angestaubte Windows Mobile 6.5 doch noch für Touch-Smartphones flott gemacht werden konnte.
Für die nahe Zukunft hat man bereits angekündigt, einer der ersten Hersteller zu sein, die das bald erscheinende Windows Phone 7 im Programm aufnehmen werden. Spätestens im Herbst wird sich HTC also wieder von ihrem liebgewonnenen Android als einzige Lösung verabschieden.

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