Die Geburtsstunde des japanischen Sony-Konzerns geht zurück auf das Jahr 1946. Ähnlich wie die asiatische Konkurrenz bei Samsung hatte man zunächst Haushaltsgeräte im Blick. Später richtet man bei Sony das Hauptaugenmerk auf die Unterhaltungselektronik. Durch den Zukauf amerikanischer Technologien nahm dieser Sektor schnell Fahrt auf und bald standen die ersten Transistorradios von Sony in den Läden. Seitdem machte das Unternehmen immer wieder mit innovativen und einzigartigen Neuerungen auf sich aufmerksam. Erinnert sei hier nur an die legendäre Playstation oder das Videosystem Betamax und auch an der Compact Disc hat Sony einen wesentlichen Anteil.
Am anderen Ende des Globus werkelte man in Stockholm zu dieser Zeit vor allem an der Entwicklung von analogen Telefonapparaten, später kamen auch Mobiltelefone dazu. Da die Schweden dieses Geschäft wegen eines Brandes im Jahre 2001 aufgeben musste, entstand Sony Ericsson, ein neuer Stern am Telekommunikations-Himmel. Sony Ericsson schlug seine Zelte in London auf und konzentrierte sich fortan auf die Entwicklung und Produktion von Mobiltelefonen. Für beide Unternehmen ist diese Fusion eine Chance, an den aktuellen Entwicklungen teilzunehmen und sich einen möglichst großen Teil des Mobilfunk-Kuchens abzuschneiden. Sony Ericsson selbst hatte sogar das ehrgeizige Ziel, in nur fünf Jahren den Mobilfunk-Thron zu besteigen, was allerdings nicht ganz gelang. Mitbewerber wie Nokia, Samsung oder Motorola hatten einfach schon zu viel Vorlauf und so reichte es bei Sony Ericsson nach fünf Jahren zu einem guten fünften Platz bezüglich der weltweiten Marktanteile.
Nach eigenen Angaben will Sony Ericsson die kommenden Jahre und damit die gesellschaftliche Entwicklung global mitgestalten. Dabei stehen neben den technischen Innovationen vor allem Aspekte wie ein ansprechendes Design, moralische Grundsätze, Energieeffizienz und Umweltfragen im Vordergrund der dauerhaften Bemühungen. Man möchte also nicht nur einfach Mobiltelefone verkaufen, sondern damit vor allem die Gesellschaft positiv beeinflussen und die Lebensqualität verbessern. Verwirklicht werden diese ehrgeizigen Ziele beispielsweise durch den Einsatz alternativer Energiequellen und die Verwendung recycelbarer und umweltverträglicher Materialien und Stoffe.
Weltweit sind etwa 54.000 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig, knapp 20.000 davon im ehemaligen Stammwerk von Ericsson in Stockholm. Allein im Jahr 2009 verkaufte man etwa 55 Millionen Mobiltelefone, wobei man in der Vorstandsetage gerade das Jahr 2009 als problematisch ansah, weil die Umsätze merklich eingebrochen waren. Diese Einbußen konnte man aber durch ein verbessertes Geschäft mit hochwertigen Smartphones ab 2010 wieder ausgleichen. Wichtige Meilensteine des Herstellers sind vor allem die Musik-Handys der W-Serie, die Cyber-Shot-Modelle (C-Serie) sowie die X-Smartphones (=Xperia-Smartphone mit Windows Mobile und Android-Betriebssystem).
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